Die Besoldung der Juristen bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften ist Sache der Länder. Schaut man auf die aktuellen Vergütungen, muss man konstatieren, dass gleiche Leistung eben nicht gleich bezahlt wird. Vielmehr gibt es eine enorme „Gehaltsschere“ bei der Vergütung der Richter und Staatsanwälte in den einzelnen Länder (was im Übrigen zu der Forderung der Richterverbände führt, wieder zu einer bundeseinheitlichen Besoldung der Justizjuristen zurückzukehren).
Wir haben uns mal die Gehälter angeschaut. Und nach Berechnungen des Deutschen Richterbundes erhält derzeit ein 27-jähriger lediger Richter der Besoldungsstufe R1 (einschließlich Sonderzahlungen, soweit gewährt, umgelegt auf den Monatsdurchschnitt) folgendes Gehalt (Stand: Dezember 2024):
| Vergütung pro Monat | |
| Baden-Württemberg | 4.953 Euro |
| Bayern | 5.174 Euro |
| Berlin | 4.929 Euro |
| Brandenburg | 5.259 Euro |
| Bremen | 4.829 Euro |
| Hamburg | 5.073 Euro |
| Hessen | 5.389 Euro |
| Mecklenburg-Vorpommern | 4.927 Euro |
| Niedersachsen | 4.980 Euro |
| Nordrhein-Westfalen | 4.822 Euro |
| Rheinland-Pfalz | 4.875 Euro |
| Saarland | 4.528 Euro |
| Sachsen | 4.977 Euro |
| Sachsen-Anhalt | 4.741 Euro |
| Schleswig-Holstein | 5.039 Euro |
| Thüringen | 5.087 Euro |